Teil eines Werkes 
16. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Richard und Marie. 239

ſind, ich habe die beſten Nachrichten. Den Tag nach dem Unglück hatte ich Briefe von C. ganz ausführliche und unzweifelhafte, denn ſie kamen von Einem, der ſelbſt mit verbrannt iſt.

In dieſem Augenblick erloſchen ſämmtliche Lichter am Kron⸗ leuchter, Alle entfernten ſich lachend, und die Bühne blieb öde und leer.

Zwanzigſtes Kapitel. Toiletten-Geheimniſſe.

Das kleine Appartement des Grafen Fohrbach nahm ſich bei Tage, trotzdem, daß es Winter war, außerordentlich reizend und elegant aus. Wenn auch die meiſten der Fenſter auf den Garten gingen und man dort nichts ſah als ſchneebedeckte Wege, kahle Aeſte, eingehüllte Bäume und hie und da durch die nackten Ge⸗ ſträuche ein Stück der Gartenmauer, ſo bildete dagegen der Salon, in dem wir uns neulich Abends befanden, einen höchſt angenehmen und wohlthuenden Contraſt. An dieſen Salon nänlich ſtieß ein großes Glashaus, welches den Pavillon des jungen Grafen mit dem elterlichen Hauſe verband, und auf Befehl der alten Excellenz als neutraler Grund betrachtet wurde, das heißt, der junge Graf konnte hier wohl auch mit einigen Bekannteu ſpazieren gehen, ſeinen Kaffee da nehmen, eine Cigarre rauchen; doch war ihm nicht erlaubt, dies allerliebſte Gewächshaus inſofern zu ſeinen Apparte⸗ ments mit heran zu ziehen, um auch hier kleine Fôten und Geſell⸗ ſchaften zu geben. Dies Recht hatte ſich der Papa vorbehalten, weßhalb denn auch der Kammerdiener des jungen Grafen ange⸗