Teil eines Werkes 
16. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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220 Achtzehntes Kapitel.

ſchöne Reiſe, und der ſehe leibhaftig vor ſich das weiße Roß und den Spanier Don Schwitzgäbele.

Und da wohnte die Stowe?

Da wohnte ſie gleich nebenan. Ich reiste damals mit einem Preußen, der den Spleen hatte und überall Berlin vor ſich ſah, denn als er den Miſſiſippi erblickte, rief er aus: ganz wie bei uns zu Hauſe; nur iſt die Spree zur Regenzeit ein wenig größer und meiſtens viel klarer. Die Stowe nahm uns freundlich auf, wir ſpeisten bei ihr zu Mittag, ſehr gut und fein. Alles war von Bernſtein, die Schüſſeln, Gabeln und Löffeln, kurz Alles, Alles.

Von Bernſtein? fragte Herr Wander erſtaunt.Hat man in Amerika ſo viel Bernſtein??

Da wird er gefunden, entgegnete ruhig Herr Schellinger.

Ah! der kommt ja aus der Oſtſee, das weiß ich beſſer! rief Schwindelmann.

Das iſt ein großer Irrthum, fuhr der Garderobegehülfe fort.Von den amerikaniſchen Pferden kommt der Bernſtein her; wenn ſie wild aufgefangen werden, ſo hebt man ihnen den linken Vorderfuß auf, und da hat jedes ein großes Stück Bernſtein, das ſchlägt man los und macht die ſchönſten Sachen daraus.

Aber, Schellinger!

Als wir bei der Madame Stowe gegeſſen hatten, ließ ſie ein paar wild gefangene Pferde herein kommen, ſchlug den Bernſtein vor unſeren Augen los und gab Jedem von uns ein Stück. Ich weiß wohl, daß ihr mir nicht glaubt, aber ich will euch über⸗ zeugen. Seht her. Bei dieſen Worten fuhr er mit der Hand in ſeine Rocktaſche und brachte eine unbedeutende Cigarrenſpitze von Meerſchaum hervor, an welcher ſich ein kaum nennenswerthes Stück Bernſtein befand.Da ſchaut her, fuhr er fort,das habe ich mir davon machen laſſen, und wenn ihr mir bei allem dem nicht glauben wollt, ſo ſchreibt in Gottes Namen an den Preußen in Berlin, der mit mir gereist iſt. Seine Adreſſe weiß ich frei⸗

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