Teil eines Werkes 
16. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Hinter der achten Couliſſe. 219

Sie haben aber auch Adreſſen an die Amerikanerinnen ge⸗ macht, die Weiber in England, ſagte Schwindelmann.

Ganz richtig! lachte Herr Wander;aber die geſcheidten Amerikanerinnen haben ihnen artig heimgegeigt und ihnen geſagt: bekümmert euch um die Sklaverei bei euch, die iſt viel härter und grauſamer als die unſrige.

Ja a, ja a, und haben Recht gehabt. Es gibt bei uns wahrhaftig mehr Sklavenhalter als in Amerika. Apropos, es heißt ja, ſie ſoll auch hieher kommen, die Amerikanerin; ſie macht eine Rundreiſe durch Europa und läßt ſich ſehen.

Da wollen wir ihr ein feſtlich beleuchtetes Haus veranſtalten, meinte Richard.Aber etwas muß man dem Buch doch laſſen, man ſieht, daß es Jemand geſchriebeu hat, der das Leben in Ame⸗ rika genau kennt.

Der Schneider ſchüttelte abermals und mit ziemlich verächtli⸗ chem Lächeln den Kopf.

Nicht, Schellinger? Hat die Amerikanerin ihr Land nicht gut beſchrieben?

Das hat gar keine Amerikanerin geſchrieben, ſprach der Schnei⸗ der mit ſchmerzlichem Tone.

Was Teufels! iſt denn Madame Stowe keine Ameri⸗ kanerin?

O ja, entgegnete Schellinger, indem er das ſpitze Kinn in ſein rechtes, mageres Händchen ſtützte;die Stowe iſt eine Ameri⸗ kanerin; ich kenne ſie ganz genau, eine recht brave Frau, ſie wohnte da links um die Ecke; wenn man nach Amerika fährt, kommt man dicht am Hauſe vorbei, gleich nebenan iſt das Wirthshaus zum weißen Roß, wo man einen ſehr guten Clevner trinkt. Der Wirth i*ſt ein Spanier und heißt Schwitzgäbele. Das Alles erzählte er mit ſo melancholiſchem Tone und ſtierte dabei vor ſich hin, daß man glauben konnte, ihn ſchmerze tief die Erinnerung an jene