318 Schuldig! Kratzer. Ich will nur Zucker zu meinem Kaffee. Müller.
Zucker! Du verbitterſt mir meine Morgenſtunden, und dafür ſoll ich dir den Kaffee verſüßen?— Geh' meinetwegen zum Teufel oder auf die Polizei, das iſt gleichviel!
Kratzer.
Warum biſt du denn ſo aufgebracht?
Müller Kerbittert).
Weil du dich um meinen Schlaf, um meine unſchuldigen Träume bekümmerſt. Meine Träume gehen dich aber nichts an. Geh', Störefried, geh', verlaß' mich— ich will in den Hof gehen und meinen Hund loslaſſen— Cür ſich aber nein! Gott im Him⸗ mell ich kann ja gar nicht von hier fort. Laaut in größter Verwirrung⸗ Komm, ich will dich loslaſſen— das heißt, ich will meinen Hund loslaſſen— ich weiß gar nicht mehr, was ich denke und ſage. Aber das ſchwöre ich! ehe ich noch einmal Doppelbier Abends trinke, eher will ich doch lieber, daß— daß mich der Teufel hole!
Kratzer(ruhig). Dort kommt ſchon Jemand aus ſeiner Verwandtſchaft.
Sechster Auftritt.
Die Vorigen. Frau Bendel.
Frau Bendel 5 Cſtürzt eifrig in's Zimmer; krampfhaft lachend). Ha! ha! ha! 4 Müller. Die Frau Bendel! Die Sache wird immer ſchöner!


