Teil eines Werkes 
15. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Der geheime Agent. 21

Herzogin.

Ah, du haſt einen Wunſch!

Herzog.

So iſt es, Mama! Wenn ich ſo einen Blick auf mich werfe und dann meine Umgebung anſehe, lauter talentvolle, ehrwürdige Männer

Herzogin. Die Freunde deines Vaters, erprobte Leute Herzog.

Ganz recht; wenn ich mich aber ſo umſehe, ſo fühle ich mich unter dieſen Freunden meines Vaters, die ſo hoch an Jahren und Verſtand über mir ſtehen, außerordentlich vereinzelt. Mir fehlt ein Weſen, welches denkt, wie ich, welches, wie ich, auch die hei⸗ tere Seite des Lebens noch gerne in das Auge faßt.

Herzogin chorcht freundlich auf.

Findeſt du das wirklich, mein Sohn? Du machſt mich glück⸗

lich. Daſſelbe wollte ich dir ſagen. Herzog.

Gewiß, Mama? Das trifft ſich charmant. An unſerem Hofe, im ganzen Herzogthum finde ich Niemanden, der dieſer mei⸗ ner Anforderung entſprechen könnte.

Herzogin.

Nein, gewiß nicht!

Herzog.

Aber auf meinen Reiſen lernte ich einen jungen Mann kennen

Herzogin.

Einen jungen Mann?

Herzog.

Der alle die Eigenſchaften beſitzt, mit welchen ich ſtets den Menſchen geſchmückt dachte, dem ich mich von ganzer Seele hinzu⸗ geben wünſchte. 4