Teil eines Werkes 
13. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Weihnachtsmärchen. 239

gerichtet, als es nur in der Reſidenz des mächtigſten Königs ſein kann. Der junge Jäger glaubte in den Soldaten mit den Bären⸗ mützen, die vor ihm und ſeiner Gemahlin das Gewehr präſentir⸗ ten, lauter alte Bekannte zu erkennen, ja ſelbſt die Jäger, die dro⸗ ben am Schloßportal ſtanden und die Thüren aufriſſen, hatten alle bekannte Geſichter. Aber als ſie au die große Treppe kamen, um in die prachtvollen Gemächer zu ſteigen, mußte der junge Jäger, der jetzt Prinz Guſtav hieß, vor Freuden laut auflachen, denn hier ſtand der Regent Nußknacker, wie er leibte und lebte, und hatte zwei große ſilberne Leuchter in Händen. Er verbeugte ſich tief, indem er ſagte: er ſei der Haushofmeiſter und halte ſich zu Gna⸗ den empfohlen. Sein Anzug, den die Kinder im Hauſe des Kauf⸗ manns ſehr verdorben hatten, war wieder, ſo weit es ſich thun ließ, hergeſtellt, doch fehlten Sporen und Säbel, und ſtatt des Hutes hatte er eine farbige Mütze auf, an der eine große Menge von Schellchen luſtig klingelten.

Jetzt ſtiegen alle die Treppen hinauf, droben wurde mit vieler Pracht die Vermählung gefeiert und danach wohnten ſie lange, lange Jahre zuſammen in Luſt und Freude, und leben vielleicht noch, wenn ſie nicht unterdeſſen geſtorben ſind.