Teil eines Werkes 
12. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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238 Sechszigſtes Kapitel.

Aſſiſen, keine Paraden, keine abfahrenden und ankommenden Eiſen⸗ bahnconvois; er wird ſich langweilen. Pah! ſagte der Juſtizrath.Wenn man einmal eine Frau

hat, denkt man nicht mehr an dergleichen Kleinigkeiten. 4 Sechszigſtes Kapitel. 8 Berichtet von einer ſeltſamen Abendunterhaltung, von der Vernichtung eines wichtigen Ge⸗ 4. genſtandes, und zeigt wie der Erzähler alles Mögliche thut, um den⸗ geneigten Leſer zufrieden zu ſtellen. 2

Damit öffnete ſich die Thüre, und Herr von Steinbeck trat ein. 3 Der Wolf in der Fabel! rief lachend die Majorin dem jun⸗ gen Mann entgegen.Wir ſprachen ſo eben von Ihnen. Herr von Steinbeck hatte eine ſehr hübſche Toilette gemacht: blauer Frack mit weißer Weſte; er trug ſtrohgelbe Handſchuhe und hatte Hut und Stock in der Rechten. Ohne dieſe beiden für ihn nothwendigen Dinge Hut und Stock nämlich wagte er ſich in keine Geſellſchaft. Nur durch ihre Hülfe gelang es ihm, ſeine Hände auf eine halbwegs ungezwungene Art mitnehmen zu können und überhaupt durch einen Salon zu ſteuern. Er war der Baro⸗ nin ſehr dankbar für das Wort, das ſie ihm entgegen warf, denn er konnte ſich daran feſtklammern und lachend zum Kamin gelan⸗ gen, wo er ſich augenblicklich neben der Majorin Rückhalt und Stützpunkt ſuchte. G Wir bedauerten Sie vorhin, wiederholte der Major mit einem freundlichen Lächeln;Sie Aermſter, der auf dieſem präch⸗ tigen Schloſſe künftig ſeine Sommer zubringen ſoll! Ich ſagte,