236 3 Achtunddreißigſtes Kapitel.
mals.“ Der Mann fuhr mit der Hand über das Geſicht und ſah die Wirthin mit einem erzwungenen Lächeln an.
„Laßt das gut ſein!“ entgegnete Frau Roſel wieder hinten nach ſolche Späſſe. Ihr Schauſpieler ſeid ein eigenes Volk: jetzt heiter, jetzt traurig, jetzt lachen, jetzt weinen, wie es gerade kommt und wie man die Hand umdreht.“
„Ganz richtig!“ ſagte der Schauſpieldi genes, aber freundliches Läch
; nnicht gleich
rektor, und ſein erzwun⸗
eln von vorhin verwandelte ſich in ein
natürliches, aber düſteres, und er ſetzte mit bitterem Spotte bei: „Ganz recht, dafür werden wir ja bezahlt.“
„Sie haben mir ja noch gar nicht einmal Wirthin mit heiterem Tone fort,, blieben iſt, wie damals.“
„Faſt dieſelbe,“ Kopfe nickte.
„Die Frau habe ich geſehen,“ recht gut aus, wie damals; die Schwägerin iſt ein Bischen älter geworden und der luſtige Trommler war auch dabei. Aber die Anderen mit dem zweiten Wagen kamen mir zu ſpät; ich war ſchon im Bette. Sind die noch alle da, wie früher?“
„Faſt Alle,“ antwortete der Direktor.
„Ihr Bruder?“
„Befindet ſich wohl.“
„Und Ihr dicker Vetter, der die alten Väter ſpielte, glaub' ich, er hat auch bei uns einmal den Rummelpuff gegeben in der falſchen
Catalani; ich habe damals unſäglich gelacht; was er für Einfälle hatte, das war zum Sterben!“
„Ja, es war allerdings zum Sterben,“ ieldirektor;„er iſt auch daran eſtorben, p 9
geſagt,“ fuhr die „ob Ihre Geſellſchaft dieſelbe ge⸗
entgegnete der Direktor, indem er mit dem
ſagte die Wirthin,„die ſieht
ſagte ernſt der Schau⸗ der arme Teufel!“
„Und woran
„Wer iſt geſtorben?“ fragte entſetzt die Wirthin. iſt er geſtorben?“ 4
„An ſeinen Späſſen,“
entgegnete achſelzuckend der Direktor.


