Teil eines Werkes 
11. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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36 Dreiundzwanzigſtes Kapitel.

ſagte er,„aber hört weiter, und Ihr ſollt künftig nicht mehr ſagen,

daß wir uns um nichts Ordentliches bekümmern. Ich ging den ſauberen beiden Herren nach und holte ſie noch vor dem Thore ein. Guten Morgen, Herr von Stillfried, ſagte ich zu dieſem, wollen Sie mir nicht ein Wort allein vergönnen? Und darauf trat der Andere auf die Seite.“

„Der Schulmeiſter, der ſich mit ihm herumtreibt?“ fragte die Mutter.

„Derſelbe; und nun ſagte ich ſehr ruhig und höflich: Herr von

Stillfried, ich habe Alles geſehen und gehört, und darauf wurde

er ſo blaß wie Eunre Schürze und wollte davon gehen. Daraus wird nichts, ſagte ich ihm und faßte ihn am Arm; wir ſind, ſagte

ich, freilich nicht ſo vornehm wie Sie, ſagte ich, aber wir ſind

brave Bürgersleute, ſagte ich, und wir haben eine Mutter daheim, ſagte ich, wenn die das erfährt, kann es ein Unglück geben.— Was wollen Sie eigentlich? ſagte er.— O! ſagte ich, Herr von Stillfried, man lauft nicht nur ſo mit den Bürgermädels in dem Stadtgraben umher, der ganzen Stadt zum Spektakel, und ich bin der Bruder, ſagte ich, und frage Sie nun ein für allemal: was haben Sie mit der Katharine vor? ſagte ich;— darauf lachte er laut auf und der Schulmeiſter trat näher.“

„Nun?“ fragte die Frau Schoppelmann und griff nach ihrem gewichtigen Schüreiſen;„weiter! weiter!“

„Wenn Sie mit der Katharine öffentlich gehen, ſagte ich, und ſie in der Leute Mäuler bringen, ſagte ich, dann müſſen Sie ſie auch heirathen, ſagte ich.“

„Nun?“

Konrad zuckte die Achſel und ſpielte einen Augenblick den Zu⸗ rückhaltenden; doch die Gemüſehändlerin ſtand von ihrem Sitze auf, eilte zu ihm hin und rief:„Sprich! ich will Alles wiſſen! was ſagte er darauf?“

„Nun, er lachte und meinte, wie ich ihm nur ſo dummes Zeug