Teil eines Werkes 
11. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Ein Rendez⸗vons. 33

zierengehen kommt, und dann wird es nicht lange anſtehen, daß Herr Eugen Stillfried ſich einmal verſtohlener Weiſe in unſere Höhle ſchleicht— dann haben wir ihn und er ſoll mir jeden Be⸗ ſuch theuer bezahlen.— So dachte der Jäger und trat nach einer kleinen halben Stunde, inne rlich triumphirend, in das alte Haus am Marktplatz.

Dreiundzwanzigſtes Kapitel.

Herr Konrad Schoppelmann, welcher mit leerer Jagdtaſche heimkehrt, bringt doch allerlei mit nach Hauſe.

Madame Schoppelmann ſaß vor dem großen Herd, auf wel⸗ chem jetzt ein größeres Feuer brannte, als neulich des Morgens, denn nebendem, daß ſie ihren Nachmittags⸗Kaffee kochte, ließ ſie Butter aus in große Töpfe, welche ſie alsdann zum Winterbedarf an ihre Kunden verkaufte. Katharina war auf ihrem Zimmer; davon überzeugt, erkundigte ſich Konrad zuerſt durch eine anſchei⸗ nend ganz gleichgültige Frage nach ihr. Er ſetzte ſich an den Tiſch, ſtützte den Kopf in die Hände und ſah einen Augenblick der Arbeit der Mutter aufmerkſam zu, indem er hohnlächelnd bei ſich dachte: „Na, den Spektakel wollen wir ſehen, wenn die Alte dergleichen Geſchichten von ihrem Herzblatt erfährt!“

Obendrein ſchien Madame Schoppelmann ſich durchaus in kei⸗ ner roſenfarbenen Laune zu befinden, und wenn ſie, wie es jetzt der Fall, verdrießlich war, ſo pflegte ſie halblaute Selbſtgeſpräche zu halten, ſich ſelber Red' und Antwort zu geben, woraus alsdann ein

aufmerkſamer Beobachter leicht erfahren konnte, um was es ſich bei Hackländers Werke. XI. 3