Teil eines Werkes 
11. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Ein Rendez⸗vous. 27

Eugen! Nun, wiederhole das Wort, ich möchte es gern aus deinem

Munde hören, du ſeieſt meine kleine Braut. Ich bitte dich, Ka⸗

tharine, ſprich mir das Wort nach!

Nein, nein! 4

Mir zu lieb, ich bitte dich darum, ſprich nach, was ich dir vorſage: ich ſei

Ich ſei ſagte lächelnd das Mädchen.

Nun weiter!

Deine kleine Braut fuhr Katharina mit leiſer Stimme und erröthend fort.

Ja, rief Eugen ſtürmiſch und küßte ſie auf die Stirn,ja, du biſt meine kleine, geliebte, ſchöne Braut! Bei allem, was mir heilig iſt, du ſollſt es ſein!

Aber ich bin es nicht, gewiß nicht, ſagte ernſt und ein wenig trotzig das Mädchenja, ſetzte ſie nach einer Pauſe hinzu,ich will es nicht ſein; ich will dich nur lieben, unendlich lieben; ich will keine Verſicherungen von dir, nur deine Liebe, deine Treue, mag kommen, was da will. Sag kein Wort mehr darüber; laß mich in dem ſüßen Glauben, daß ich dir von mir aus etwas geben kann; nichts wiedergeben gegen große und glänzende Verſprechungen; ich bin dein, ganz dein. Nimm mich hin, aber liebe mich tren und wahr. Und wenn du nach einiger Zeit zu mir ſagſt: ſieh, Katharine, unſer Verhältniß muß ſich löſen, ſo werd' ich ohne Vorwürfe zurücktreten und werde mich glücklich fühlen in dem Bewußtſein, daß du mich wirklich und einzig geliebt und, nicht wahr, Eugen, das kann ich jetzt von dir verlangen?

Ja, antwortete der junge Mann feierlich und drückte ihre Hand an ſein Herz,das kannſt du von mir verlangen, und ich werde die⸗ ſes Verlangen ehrlich und gewiſſenhaft erfüllen; ich nehme dich hin, wie du dich mir gegeben.

Von dieſem Augenblicke an wurde die Unterredung wieder

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