Teil eines Werkes 
11. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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26 Zweiundzwanzigſtes Kapitel.

anders gekonnt, Eugen, ich habe wahrhaftig nicht anders gekonnt! Wenn auch die Brüder hämiſch über mich lachen, wenn auch die Mutter zürnt, wenn auch die Leute ſagen: die Katharine rennt in ihr Unglück! ſo kann ich doch nicht anders, und ſo folge ich doch deinen Worten allein glücklich und ſelig.

Mein gutes, gutes Mädchen!

Ich habe dir noch nicht geſagt, fuhr Katharina eifrig fort, daß meine Mutter bei der deinigen war ja, ſieh mich nur verwundert an: bei deiner Mutter, bei der Staatsräthin.

Der Tauſend! ſagte Eugen lächelnd,und was hat ſie da gethan?

Nun, das kannſt du dir denken; ſie hat deiner Mutter geſagt, du liefeſt mir auf Schritt und Tritt nach, und ob das nicht viel⸗ leicht von hier aus zu ändern ſei. 5

Und die Frau Staatsräthin?

Sie hat geantwortet, ſie bekümmere ſich um dergleichen Sa⸗ chen nicht, du ſeieſt von jeher deine eigenen Wege gegangen und würdeſt auch jetzt thun, was dir gut dünkte.

Nun, ſiehſt du, meine Katharine, redete der junge Mann lachend,was wollen wir machen? Wenn's meiner Mutter recht iſt, daß ich dich meine kleine Braut nenne, wer hat ſich denn ſonſt noch darum zu bekümmern?

O, ſprich nicht ſo! ſagte das Mädchen;ich weiß leider, wie du mit deiner Mutter ſtehſt, und du weißt genau, was für eine ſtolze Frau die Staatsräthin iſt; ſie bekümmert ſich leider um dich gerade ſo viel, wie du dich um ſie bekümmerſt. Aber das kannſt du mir glauben, wenn ſie je erführe, daß du ſo etwas zu mir geſagt, wie eben, es wäre ihr Tod.

Was habe ich denn geſagt? lachte der junge Mann,daß du meine=

Katharina ſah ihn ernſt und fragend an.

Nun, ſprich, was habe ich geſagt, du ſeieſt meine

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