Die Geſellſchaft Leimſudia. 237
daß man daran denken müßte, zum heimiſchen Herde zurückzu⸗ kehren?“ 8
„Dem Glücklichen ſchlägt keine Stunde!“ ſagte luſtig der Rath;„und ich war heute Abend ungeheuer glücklich, da ich we⸗ der gezwungen war, einen äſthetiſchen Thee zu beſuchen, noch in Euer Geſtrengen Geſellſchaft allerlei Kreuz⸗ und Querfahrten zu machen.“
„Alſo meine Geſellſchaft macht dich unglücklich, du Schelm?“ lachte Eugen; nun ich will mir das für die Zukunft merken; aber für heute Abend kann ich wahrhaftig nicht umhin, dich noch un⸗ glücklich zu machen.“
„Pah!“ ſagte der luſtige Rath.
„Das heißt,“ ſetzte Eugen hinzu,„wenn du nicht zufälliger Gaſt dieſer beiden Herren biſt; alsdann ziehe ich mich beſcheiden zurück.“
„Ja, ja, ich vergaß, dir meine Freunde vorzuſtellen,“ ſagte der luſtige Rath.—„Herr Knick, Schullehrer⸗Gehülfe erſter Klaſſe, mein langjähriger Bekannter, Herr Wedel, Schullehrer⸗Gehülfe zweiter Klaſſe, ebenfalls einer meiner Bekannten.— Herr Eugen Still⸗ fried!“ Und dann ſetzte er lachend hinzu:„Wie Ihr wißt, habe ich dieſen jungen Menſchen erzogen!“
„Das hätteſt du nicht ſagen ſollen,“ bemerkte Eugen leiſe,„denn jetzt bin ich gezwungen, mich heute Abend ungeheuer ernſt zu be⸗ tragen, um dir keine Schande zu machen.“
„O, genire dich ganz und gar nicht!“ entgegnete laut lachend der luſtige Rath;„du kannſt dich betragen, wie du willſt, du wirſt doch meinen Ruhm nicht erhöhen.— Aber jetzt Scherz bei Seite; wo willſt du eigentlich hin? Wo du herkommſt, brauche ich dich gar nicht zu fragen.“
„Darüber könnte ich dir in der That keine genügende Antwort ertheilen,“ verſetzte Eugen;„aber wohin ich will? einfache Frage!


