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Eine ſchöne Tochter iſt ſchwer zu hüten. 31
tungsvoll zu Madame Schoppelmann Kuſtlicn, ſetzte dieſe den rechten Arm in die Seite und fragte mit einer ſehr wichtigen
Stimme:„Wie ſchaut's heute Morgen auf dem Markte aus?“
„So, ſo!“ entgegnete eines der Weiber;„es iſt im Allgemeinen nicht zu viel und nicht zu wenig da, gerade was die Stadt braucht.“
„So könnte man alſo.“ entgegnete Madame Schoppelmann, „die Preiſe vom vorigen Dienſtage im Allgemeinen feſthalten?“
„Wahrhaftig, man könnte ein wenig anziehen,“ erwiderte die Gefragte, und die Anderen nickten mit dem Kopfe und meinten auch, es wäre nicht unthunlich, die Preiſe etwas zu erhöhen.
„Sie wird am beſten wiſſen, Frau Schoppelmann,“ ſagte eine Zweite,„daß es in dieſer Woche eine Menge Geſchichten in der Stadt gibt; ein paar große Hochzeiten weiß ich, einige tüchtige Kindtaufen ebenfalls.“
„Und in den beiden erſten Gaſthöfen,“ ergänzte Madame Schoppelmann,„ſind heute und morgen große, extra beſtellte Diners. Ja, ja, das iſt ſchon wahr.— Wie ſieht's draußen mit der Butter aus?— Es kann nicht übermäßig viel da ſein.“
„Daran fehlt's wirklich,“ antwortete die, welche zuerſt ge⸗ ſprochen,„es fehlen mehrere von den gewöhnlichen Lieferanten.“
„Denen ich ihre ganze Ladung im Voraus abkaufte,“ ſagte ſtolz die dicke Frau und blickte ehrfurchtgebietend um ſich.„Und da demnach der Vorrath nur gering ſein kann, ſo können wir mit der Butter ſchon um einige Kreuzer aufſchlagen.“
Die Weiber lächelten vergnügt und ſchauten die Frau Schop⸗ pelmann mit Mienen an, welche deutlich ſagen wollten:„Welch eine Frau!“—
„Mit den Eiern,“ fuhr dieſe fort, iſt es gerade ſo; es können unmöglich zu viel auf dem Markte ſein.— Sie ſollen's zahlen!“
„Natürlich!“ murmelten vergnügt die Weiber.
„Alſo Butter und Eier,“ fuhr die Herrin dieſer Victualien⸗ börſe in beſtimmtem Tone fort,„werden um einen Kreuzer theurer


