Teil eines Werkes 
10. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

ſchon ſagen, wenn er nach Hauſe kommt. Habe wahrhaftig keine Luſt, jede Woche wegen euch vor Gericht geladen zu werden! Das ſag' ich dir ein für alle Mal, und du kannſt dir's merken und dei⸗ nem Bruder mittheilen: wenn ſie euch wegen eurer Geſchichten ein⸗ mal ernſtlich einſperren, da thue ich keinen Schritt, weder mit guten Worten, noch mit Geld, und wenn ſie euch vis zum letzten Tage ſitzen laſſen! Dabei ſtreckte die Frau ihren dicken, musculöſen Arm weit von ſich, als wollte ſie ſagen:Das. iſt abgemacht! Der Kaffee ſchien auch gemahlen zu ſein; denn ſie zog die Schub⸗ lade der Mühle heraus, und nachdem ſie ſich überzeugt, daß alle Bohnen gehörig zerrieben ſeien, ſchüttete ſie das Mehl in eine auf dem Herde ſtehende rieſenhafte Kaffeekanne.

Der Sohn hatte ſeinen Arm wieder auf den Tiſch geſtützt und

murmelte während deſſen etwas in ſich hinein von ewigen Plage⸗ reien und Schindereien, und daß das ſchlechte Volk es nicht unter⸗ laſſen könnte, ſie beſtändig anzugeben.Wenn ich aber oder der Bruder, fuhr er lauter fort,einmal jemand erwiſche, der uns ſolche Geſchichten nachſagt, da kann es ein Unglück geben mich ſoll der Teufel holen, ein rechtes Unglück! Halt dein Maul! verſetzte die Mutter ruhig, während ſie das ſiedende Waſſer auf den Kaffee goß,euch beiden ſagt man nicht zu Schlimmes nach; ich weiß es ganz genau, aber ich habe nur keine Conſtitution, um mich den ganzen Tag über eure Spitzbübe⸗ reien zu ärgern. Der Doktor ſagt, ich ſoll mich vor einem Schlag⸗ anfalle in Acht nehmen; deßhalb ärgere ich mich auch gar nicht mehr mit euch. Gewiß, ich will mich gar nicht mehr ärgern! das verſichere ich dir und deinem Bruder, und ihr könnt mirs glauben: ehe ein Schlag an mich kommt, kommt noch mancher an euch. Katharine!l

Ja, ja, ich weiß ſchon! brummte der Sohn halblaut,wir beide müſſen immer Alles gethan haben! An uns muß immer der ganze Zorn hinaus! Es iſt gerade, als wenn wir vor der Thür