Teil eines Werkes 
2. Th. (1862)
Entstehung
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Der gefeierte Dichter erhob ſich und machte den Tiſchgenoſſen in wohlgeſetzter Rede begreiflich welch' mächtiger Unterſchied zwiſchen ihm und einem gewöhn⸗ lichen Schwan Anas Olor beſtehe.

Der gemeine Schwan, bemerkte Widtmann mit vieler Pfiffigkeit, ſinge nur in ſeiner Todesſtunde, er dagegen, ſo oft man es haben wolle.

Sodann ertheilte er dem Grafen überſchwängli⸗ ches Lob dafür, daß er ihn Moldauſchwan getauft, denn die Moldauſchwäne ſeien ſelten, kämen eine Anſpie⸗ lung auf die Badenden nur in den heiſſen Sommer⸗ monaten auf Augenblicke zum Vorſchein und ſängen auch da nicht.

Er ſelbſt ein ſingender Schwan, meine überdieß, wenn er den Verſicherungen ſeiner Haushälterin glau⸗ ben ſchenken dürfe zur Claſſe von Anas nigra zu gehören.

Allgemeines Lachen unterbrach ihn, Widtmann ſah dafür keinen Grund und fuhr fort:

Ueber wen Sie auch immerhin lachen mögen, meine Herren und Damen über mich oder über meine Haushälterin, ſo glaube ich Ihnen doch verſichern zu müſſen, daß weder Einer noch die Andere dieſe Zeichen Ihrer ſpöttiſchen Heiterkeit verdienen.

Meine Haushälterin meint nämlich ganz einfach,