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merken konnte. Er lachte viel, war meiſt heiterer Laune und wollte es nicht dulden, daß man ſich ſeinethalben Zwang anthat.
Trotz dieſes fröhlichen, gutmüthigen Weſens, fiel es Niemandem ein, die Gefühle des katholiſchen Prieſters zu kränken, die Proteſtanten vermieden in ſeiner Gegen⸗ wart jede kirchliche Polemik und„Rhoſatius“ der lu⸗ theriſche Prediger gab ihm wiederholt das Zeugniß, daß, wenn alle katholiſchen Prieſter dem Domherrn nachei⸗ ferten, Proteſtanten und Katholiken friedlich neben ei⸗ nander wohnen würden.
Sehen Sie ſich dieſen Kreis frohmüthiger Men⸗ ſchen recht wohl an, lieber Leſer, wir kennen die Schick⸗ ſale der Meiſten dieſer Hochzeitsgäſte da ſie größten⸗ theils an der böhmiſchen Tragödie von 1622 theilge⸗ nommen haben.
So wiſſen wir z. B., daß dieſer junge Mann mit dem geiſtvollen Lächeln auf den Lippen, gehängt, dieſer würdevolle Mann mit dem eisgrauen Bart, geköpft, dieſer glänzende Cavalier verbannt, dieſer reiche Bürger durch eigene Hand getödtet werden wird.
Doch laſſen wir die dunklen grauſigen Schatten, welche ſich hinter den Stühlen froher Gäſte rieſenhaft ſtrecken, und kehren wir zu unſeren von Wonne und Glück ſtrahlenden Brautpaaren zurück.
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