Teil eines Werkes 
2. Th. (1862)
Entstehung
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Da ſitzen ſie im feſtlich erleuchteten Zimmer um den großen runden Tiſch herum. Auf dem Tiſch ſtehen gigantiſche Vaſen mit gigantiſchen Blumenſträußen. Das blendend weiße Tiſchzeug ſchimmert und glitzert und gleicht einem phoſphoroscirendem Meere, in wel⸗ chem alle die reich befrachteten Behältniſſe wie Schiffe ſchwimmen.

Die Zinnteller und Zinnſchüſſeln ſind ſo blank geſcheuert, als ob ſie aus gediegenen Silber wären, das Bier in den mächtigen Steinkrügen ſchäumt und perlet, als ob es ſich mit dem Hochzeitjubel einverſtanden er⸗ klären wollte.

Herr Caſpar Hummel hat ſein weiteſtes bequem⸗ ſtes Wamms angelegt, dabei aber nicht vergeſſen es mit der kaiſerlichen Friedens⸗Ordenskette zu ſchmücken; eine ohne Vergleich lieblichere Zierde ſcheint uns aber der behagliche gutmüthige Zug um den breiten Mund des Gaſtgebers und jener freundliche Blick, dem man es ab⸗ merkt, daß er ſich einer warmen Bitte unmöglich hart⸗ herzig verſchlieſſen könnte.

Tobias Widtmann iſt trotz der zureichenden Be⸗ dienung damit beſchäftigt, beſonders begünſtigten Per⸗ ſonen die Gläſer zu füllen, bei welchem Geſchäft er natürlich des eigenen Glaſes nicht vergießt.

Es iſt aufgetragen, man ſetzt Meſſer und Gabel

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