nehmens erreicht wird, aber alle Folgen zu tragen und nicht den geringſten Gewinn zu erzielen, das überſtieg ſelbſt die Geduld des wackeren Paſſauers.
Er ließ ſeinen Rath„Tennagl“ rufen, ſchob ihm ſchweigend den Brief hin und frug, als der kleine unſcheinbare Mann das Schreiben durchleſen hatte:
„Was iſt nun zu thun?“
Tennagl zuckte die Achſeln, Leopold ſtampfte mit dem Fuße und zertrümmerte mit der Fauſt einen hohen venetianiſchen Spiegel— damals noch ein ſeltenes und ſehr koſtſpieliges Möbel— dabei rief er:
„Hab ich Euch Achſelzuckenshalber hieher beſchei⸗ den laſſen? Reden ſollt' Ihr, ich glaube ich habe noch jedes Euerer Worte theuer genug bezahlt.“
Der kleine, gebeugte Mann wartete einen Augen⸗ blick bis ſich die Aufwallung des Erzherzogs legte und erwiederte dann:
„Eben damit Euere Durchlaucht meine Worte nicht zu theuer bezahlen, nehme ich ſie wohl in Acht. Es gibt meines Erachtens nur ein Mittel aus dieſem Irrſal zu gelangen.“
„Und dieſes Mittel wäre?“
„Die pünctlichſte Befolgung der in dieſem Brief enthaltenen Rathſchläge.“


