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Leopold verharrte einen Augenblick in nachdenken⸗ der Stellung und ſagte dann plötzlich:
„Ihr gebt unſere Sache verloren?“
Tennagl verſetzte lächelnd:
„Ich nicht— der Kaiſer gibt ſie verloren.“
„Ihr haltet die verſteckten Drohungen für ge⸗ gründet?“
„Leider nur allzuſehr.“
„Aber der Kaiſer läßt mich nicht algiehen. 74
„Um ſo ſchlimmer.“
„Ich werde an den Folgen dieſes Zuges ſchwer zu tragen haben—“
„Ach Euere Durchlaucht ſchützt Ihr Stand und Namen.“
„Was wollt Ihr damit ſagen?“
„Daß Euere getreuen Diener, wenn Ihr ihnen nicht Eueren gnädigen Schutz angedeihen laßt, viel mehr zu bedauern ſind als Euere Durchlaucht.“
„Ein Erzherzog—“ dieß ſagte Leopold hochaufge⸗ richtet und ziemlich verächtlich—„ſteht über den Be⸗ dauern;— ihn bedauern wollen, hieße ihn beſch impfen, übrigens mögt Ihr nicht Unrecht haben, ohne meinem außerordentlichen Schus möchte es mit Denjenigen—“


