Teil eines Werkes 
1. Th. (1862)
Entstehung
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gen zur Beſtürmung der Altſtadt zu treffen. Kaiſer Rudolph hätte vielleicht in die don dem Erzherzoge drin⸗ gend empfohlene Gewaltthat gewilligt, wenn nicht der allvermögende Kammerdiener ſeinen Herrn auf andere Gedanken gebracht hätte, und ſo verſtrich deun auch die Zeit zum Handeln.

Hätte der Kaiſer oder Erzherzog Leopold bemerken können, was ſich um dieſelbe Zeit am Altſtädter Thor, von welchem die Straße nach Wien führte, begab, ſie würden vermuthlich der unſeligen Zanderpolitik ein Ende gemacht haben. Ein vierzehnjähriger Burſche wurde zur ſelben Stunde auf ein gutes Pferd geſetzt, mit Geld hinreichend verſehen, und mit freundlichen Worten und großen Verſprechungen aufgemuntert. Der Burſche war bloßfüſſig und hatte das Beinkleid bis zum Knie auf⸗ geſtreckt, unter dem Arm trug er ein zuſammengeſchnür⸗ tes ſchmutziges Paar Stiefel, ſonſt nichts, nicht einmal eine Kappe. Der Burſche ritt das Pferd augenſcheinlich von der Schwemme zurück, ſo mußte Jeder urtheilen, der weder die volle Börſe noch auch die Stiefelröhren des Troßbuben näher unterſucht hatte. Die ſchmutzigen, abgetretenen Stiefel enthielten in ihrem Dunkel ſehr reines, weißes Papier verborgen, welches ſeinerſeits eine höchſt intereſſante Zuſchrift an den König von Ungarn enthielt, und noch viel intereſſantere Namensunterferti⸗