Teil eines Werkes 
1. Th. (1862)
Entstehung
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Ja, hängen ſoll Einer, wenn auch nicht gleich und wenn auch nicht der Kammerdiener Sr. Majeſtät!

Gleich darauf nahm das Geſicht des Kirchenfürſten den Ausdruck gnädiger Herablaſſung an; er ſagte zu dem Kammerdiener:Philipp! vergib dem Obriſt den mili⸗ täriſchen Schabernack, den er Dir ſpielte, ich will es, und Ihr, lieber Obriſt Ramée, dieß ſprach er noch immer gnädig, aber doch ſo, daß der Officier über die eigentliche Meinung Sr. Durchlaucht nicht in Zweifel bleiben konnte,und Ihr wählt Euch künftig andere Gegenſtände Euerer Narrenpoſſen.

Der Obriſt wollte etwas erwiedern, aber Leopold wehrte jeden Widerſpruch durch eine Handbewegung ab; das erzürnte den leicht erregbaren Mann noch mehr, er rief mit vor Wuth bebender Stimme:

So möge Euere Durchlaucht wenigſtens Ihren eigenen Augen trauen, und wollte dem Erzherzoge das Verkaufsinſtrument überreichen; Leopold frug aber un⸗ willig, was das für ein Papier ſei, und auf die Erklä⸗ rung, daß es Lang dem Dienſtmädchen eingehändigt hatte, nahm der Erzherzog das Document aus den Händen des Obriſt's, aber nur um es dem Kammer⸗ diener ungeleſen wieder zuzuſtellen. Lang ließ einen ein⸗ zigen Blick auf ſeinen Gegner fallen, es war dies aber ein Blick des rückſichtsloſeſten Triumphes, ein Blick des