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nicht nach der Kreuzherrenkirche, wohl aber nach dem Moldauufer. Hier ſtand ein behäbiger zierlich bekleideter Mann, der die Hände in den Beinkleidtaſchen geſteckt hielt und mit einem ſonntäglich geputzten Dienſtmädchen im eifrigen Geſpräche begriffen war. Es hatte den Anſchein als ob ſeine Meinung auf Widerſtand ſtieß und er ſich nun alle erdenkliche Mühe gebe, die Magd von der Rich⸗ tigkeit ſeiner Behauptung zu überzeugen; ſo hätte es wenigſtens Jedermann deuten müſſen, der das beſtän⸗ dige Kopfſchütteln Chriſtel's und die Anſtrengung des dicken Herrn bemerkt hätte.
„Ich ſage Euch,“ fuhr der Mann mit dem roſigen Antlitz und den Händen in der Hoſentaſche mit erhöhter Stimme fort,„ich ſage Euch! bei der Förſterei im Stern, Hochzeit und ein huüͤbſcher Mann, wenn Ihr nur ein wenig discret ſein wollt.“
„Ich glaube discret genug zu ſein,“ erwiederte das Mädchen,„wenn ich gegen meine Herrſchaft ſchweige.“
„Darum handelt es ſich ja nicht, redet, wenn es Euch beſſer anſteht, erzählt Euerem Herrn den ganzen Liebeshandel und ich wette hundert gegen Eins, daß er ſich von der Zuneigung eines ſo hohen Herrn gegen ſo ein ſchnippiges Ding, wie ſeine Kindswärterin iſt, höchſt geehrt fühlen wird; was ich verlange iſt, daß Ihr uns von Allem, was in Euerem Hauſe vorgeht, in Kenntniß


