Teil eines Werkes 
1. Th. (1862)
Entstehung
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ſam noch menſchenleer war. Sie frug den Bettler dro⸗ hend, was ihn noch einmal auf ihren Weg führe. Dieſer ließ ſich jedoch nicht abſchrecken, ſondern frug grinſend, ob ſie den Zettel geleſen, den er ihr in die Hand ge⸗ ſteckt. Als die Frau bejahte und nun ihren Weg unbe⸗ dingt fortſetzen wollte, vertrat ihr der Bettler den Weg und frug ſie:

Nun, habt Ihr Euch entſchloſſen?

Ja, Euch in's Gefängniß zu ſchicken, erwiederte die Bürgerin und machte Miene um Hülfe zu rufen.

In demſelben Augenblicke verſetzte ihr der Bettler einen ſo heftigen Stoß, daß ſie beſinnungslos auf das Plaſter hinſchlug. Der Fall der guten Frau zog die Aufmerkſamkeit der Fußgänger auf ſich, die ſich beeilten ihr Beiſtand zu leiſten, der Bettler benützte aber, wie es ohne Zweifel ſeine Abſicht geweſen war, als er den ge⸗ waltigen Stoß führte, die Gelegenheit ſich ſchleunigſt zu entfernen. Auf ſeinen Rückzug ſtieß er noch in babylo⸗ niſcher Sprachenverwirrung die fürcherlichſten Flüche wälſcher und deutſcher Zunge aus.

Laſſen wir die wackere Meiſterin ſich aufraffen und von einigen wohlwollenden Menſchen unterſtützt nach Hauſe wanken und begleiten wir lieber den ſonderbaren Bettler, da er denſelben Weg einſchlägt, den kurz zuvor die Dienſtmagd genommen. Der Weg führte allerdings