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Wie anders zeigten ſich dieſe Räume!
Das Auge war betroffen von dieſer verführeriſchen Eleganz, dieſem ausgeſuchten Luxus; ein reizendes Bou⸗ doir hatte die Maske einer Einſiedelei angenommen, gleich⸗ wie reizende Frauen am liebſten das prunkloſe Kleid als Kapuze auf Redouten zu wählen pflegen.
Das Gebäude war im Innern rund; ein prächti⸗ ges Gemälde an der Decke ſtellte die Venus vor, welche ihrem Sohn den Gebrauch des Pfeiles und Bogens lehrt und die Spitze des erſteren durch einen Kuß der ſchönen Lippen zu nie fehlender Wirkung weiht. Vaſen mit duf⸗ tenden Blumen ſtanden überall; die ſcheidende Sonne ſtrahlte ihren Abſchied durch die Fenſter aus buntem Glas; der Geſang der Vögel in dem Gebüſch vor dem Hauſe, das Plätſchern eines im Laubholz verſteckt liegenden Springbrunnens, der Ton einer Aeolsharfe zwiſchen blau⸗ blühenden Akazien aufgefangen, entrückte die Baronin in eine ungewöhnte Stimmung.
Die Augen umſſchleierten ſich, die Seele überließ ſich Hinträumen wie mit nebelhaften Figuren, welche auftau⸗ chen und verſchwinden, um neuen Raum zu geben. Sie ſank in das Sopha, ein ſchlafähnlicher Zuſtand ſiel auf die feinen Lider.
Da fühlte ſie einen leiſen Druck der Hand. Sie ſchlug die Augen auf; ein Eremit ſtand vor ihr in brauner Kutte von grober Schnur gehalten; der breite
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