Hut bedeckte das Geſicht und geſtattete nur den über die Bruſt fallenden Bart zu ſehen. Die Figur bückte ſich, mit Mühe athmend, auf einen Stock; ſie ſchien der Laſt der Jahren zu erliegen.
So ſehr die Baronin anfangs über dieſe Erſchei⸗ nung erſchrocken war, ſo ſchnell und zwar freudig faßte ſie ſich wieder.
„Lady, welche Freude machen Sie mir mit dieſer Verkleidung! Geſtatte mir, frommer Mann, Dich an mein Herz zu ſchließen und Dich zu küſſen.“
Sie flog auf die Geſtalt zu und drückte ſie an ſich; mit einem Schrei des Entſetzens aber trat ſie zurück, denn, der Hülle ledig, ſtand Pierre vor ihr; in ſeinen Armen hatte ſie gelegen, ſeinen Kuß erwiedert.
„Abſcheuliches Spiel!“ rief ſie, nach der Thür eilend; dieſe war verſchloſſen; einer Ohumacht nahe fiel ſie in das Sopha zurück.
„Verzeihung!“ bat Pierre vor ihr niederfallend, „Verzeihung! Ja wohl ſollte es ein ſchändliches, abſcheu⸗ liches Spiel werden, aber nur zum Schein gab ich meine Einwilligung; hoffte doch meine Liebe hier in dieſen ver⸗ ſchwiegenen Räumen Erhörung; laſſen Sie mich das Wort, das mich über mich ſelbſt erheben ſoll, von Ihren Lippen vernehmen; nicht zum zweiten Male fliehen Sie! Erhören Sie mein Flehen!“


