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ſtechlichen Prieſters, der für Geld zu Allem fähig war, für Geld ſeinen Herrn verkaufte und ſich ſelbſt öffentlich rühmte, der wahre Kaiſer zu ſein. Nicht wahr, Ihr werdet dies Sr. Majeſtät wörtlich hinterbringen?“
Mannsfeld machte ein Zeichen der Bejahung.
Der Deutſchmeiſter ſetzte fort:„Da wir nun den Kaiſer, welchen Gott noch lange erhalten möge, in Gefahr ſahen, Anſehen und gute Meinung, und endlich gar Land und Leute dieſes böswilligen Menſchen wegen zu verlie⸗ ren, da beſchloſſen wir Brüder des Kaiſers, denn Albrecht hat mir ſeine ausdrückliche Einwilligung geſandt, und der junge König, den Cardinal mit allem Glimpf aus der Nähe unſeres kaiſerlichen Herrn zu entfernen, und ſo dem Untergang des Hauſes Oeſterreich zuvorzukommen.
Wir verſehen uns deshalb nicht des kaiſerlichen Zor⸗ nes, ſondern vielmehr der ſonderbaren Huld Sr. Maje⸗ ſtät, da wir durch die Verbannung eines ſo mächtigen Verräthers der ganzen katholiſchen Chriſtenheit einen wichtigen Dienſt geleiſtet haben.“
Mannsfeld zitterte an Händen und Füßen und mußte ſich an der hohen Lehne des Stuhles feſthalten, um nicht niederzuſinken.
Ferdinand, welcher die Bewegung des Gardehaupt⸗ manns bemerkt hatte, benutzte dieſe Gelegenheit zur Uebung eines außerordentlichen Gnadenactes, indem er


