Teil eines Werkes 
3. Th. (1864)
Entstehung
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Euch, zu ſagen, wen man aller dieſer entſetzlichen Ge⸗ danken zeiht.

Als der Befragte zu antworten zögerte, fuhr der Deutſchmeiſter fort, indem er ſeine Hand auf Manns⸗ felds Schulter legte:Merkt wohl auf, mein Getreuer, ich, des Kaiſers Bruder, bitte Euch, Diejenigen zu nennen, welche man für ſo gottloſer Anſchläge für fähig hält.

Mannsfeld erwiederte, indem er die Hände wie zur Abbitte gefaltet hielt, und laut aufſeufzte:Ich kann es nicht ſagen, wenn Ihr nicht ſelbſt errathet.

Dann ſind wir es, fiel Ferdinand ein.

Der greiſe Staatsdiener nickte mit dem Kopfe.

Erzherzog Max, welcher ſich ſchneller gefaßt hatte als ſein königlicher Vetter, ſprach:Geht, mein lieb er Manns⸗ feld, zum Kaiſer, aber auf der Stelle, und ſagt Sr. Ma⸗ jeſtät, daß er keine treuere Unterthanen haben kann, als uns und ſetzt hinzu, daß es höchſtens der Fehler zu großer Treue ſei, die uns das kaiſerliche Mißfallen zuziehen könnte; merkt wohl auf, zu große Treue werdet Ihr ſagen. Dieſe Treue verleitete uns zu einer Maßregel, aus welcher Se. Majeſtät allen möglichen Nutzen ziehen kann. Dieſe Treue führte uns auf den Gedanken, den Kaiſer in Freiheit zu ſetzen. Mein kaiſerlicher Bruder war bis jetzt der Gefangene jenes böſen alten Mannes, der Alles hintertrieb, was zum Nutzen und Frommen des öſterreichiſchen Hauſes gereichte, jenes gleißneriſchen, be⸗