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Der junge König, purpurroth im Geſichte, vermochte bei dieſen Worten nicht länger an ſich zu halten und rief:„Wir befehlen Euch, zu ſagen, was Ihr für Ab⸗ ſichten meint.“
Mannsfeld entgegnete zögernd und ſichtbar verwirrt.
„Es iſt abſcheulich, ich geſtehe es gern, deſſen un⸗
ggeachtet—“
Ferdinand, welcher ſeine Ungeduld nicht länger zu be⸗ zwingen im Stande war, machte dem Zögern des alten Hofdieners ein Ende, indem er fortfuhr:„Deſſen unge⸗ achtet ſpricht man von Abſetzung, Kronenraub und weiß Gott von was noch— iſt es ſo?“
„Mannsfeld erwiederte tiefathmend, als ob eine ſchwere Laſt von ſeiner Bruſt genommen worden wäre: „Ihr habt es geſagt.“
„Und wer erkühnt ſich von ſolchen Dingen zu reden?“
„Wer? Das bin ich allerdings in Verlegenheit zu ſagen. Niemand weiß, wer es zuerſt geſagt, aber die Kaiſerburg iſt voll davon, man ſieht ſich argwöhniſch an, Keiner traut dem Andern. Jeder iſt für ſich ſelbſt beſorgt und am meiſten die Kaiſerin; ſie hat die ganze Nacht geweint.“
Der Erzherzog⸗Deutſchmeiſter richtete ſich auf und verſuchte zulächeln, dann ſagte er:„Mannsfeld, Ihr ſeid ein erprobter Diener unſeres Hauſes, Ihr haltet auf die Ehre unſerer Familie, bei dieſer Ehre beſchwöre ich


