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einen Becher mit Wein füllte und ihn eigenhändig dem alten Diener darbot.
Mannsfeld, dem weder Luſt zu Eſſen noch zu Trinken anwandelte, durfte die Gnade des Erzherzogs nicht ausſchlagen; er ſetzte den Becher daher dankend an die Lippen, nippte daraus und ſtellte ihn wieder auf den Tiſch.
Ferdinand hatte indeß mehr erwartet; er hatte ge⸗ hofft, daß Mannsfeld durch die vielen Beweiſe fürſtlicher Herablaſſung gerührt, darauf ſchwören würde, ihre In⸗ tereſſen mit eigener Lebensgefahr zu verfechten.
In der That war Mannsfeld der Hofgunſt nicht minder zugänglich, als jeder andere Cavalier am kaiſer⸗ lichen Hof. Es bedurfte daher der ganzen Erwägung der Gefährlichkeit ſeines Auftrages oder der völligen Hingebung an die Perſon des Kaiſers, um ihn vor je⸗ der Irrung zu bewahren.
Erzherzog Ferdinand bezwang ſeine üble Laune und ſagte, indem er ein Zeichen des Abſchiedes machte: „So hoch wir auch geſtellt find, ſo haben wir dennoch Feinde am Hofe unſeres kaiſerlichen Oheims.
Wir hoffen, daß Ihr nicht zu denſelben zählt, und unſere Ehre pflichtmäßig vertheidigen werdet.“
Der alte Graf beugte ſein Knie und erwiederte: „So weit es meines kaiſerlichen Herrn Dienſt erlaubt, kann Euer Durchlaucht auf mich rechnen. Es giebt außer


