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Ferdinand der leuchtende Punkt, der glanzvollſte Gegen⸗ ſtand von Allen.
Er war gleich einem ſeiner geliebten heiligen Leiber in Gold und Edelgeſtein eingefaßt; es fehlte nur, daß man auch das runde Geſicht des Fürſten mit Goldſtaub einge⸗ pudert hätte, ſo wäre Alles an ihm Metall oder Stein geweſen.
Hinter der einen goldſtrotzenden Schachfigur— etwa einem König ähnlichen Prinzen— ſchritt Cardinal Khleſl mit allen Zeichen ſeiner geiſtlichen Würde geſchmückt; er blickte ſtolz, aber nicht unfreundlich umher; faſt neben ihm, aber doch einen halben Schritt zurück ging der Cardinal Erzbiſchof von Gran. Mit ihm in gleicher Linie, aber wie⸗ der einen halben Schritt voraus der Erzherzog Max in der Tracht eines Großmeiſters des deutſchen Ritterordens.
Die männliche kräftige Geſtalt des Prinzen gewann durch die einfache aber geſchmackvolle Ordenstracht unge⸗ mein; er war unter allen Oeſterreichern des Laienſtandes, die zur Krönung gefolgt waren, der Einzige, dem per⸗ ſönlicher Adel der äußern Erſcheinung zu Statten kam, aber auch der Einzige, für den die Ungarn wirkliche Ach⸗ tung fühlten. Hinter den Cardinalen folgten die Bi⸗ ſchöfe mit ihren Capiteln, die Pfarrgeiſtlichkeit, der Re⸗ gularklerus mit ſeinen Aebten, lauter Prälaten, denen der Schnurbart und die martialiſche Haltung etwas mittel⸗ alterlich Kriegeriſches verliehen; wieder kamen berittene


