Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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ſehr herabgeſtimmten Vorurtheils für den Cardinal mit eigener Hand erdroſſelt haben. Eckart lächelte alſo, ſtatt daß er das Geſchmeiß zu ſeinen Füßen zertreten hätte; Eckart lächelte und Tſchapin ſchnappte nach Luft; er fühlte wieder feſten Boden unter ſeinen Füßen, dennoch kam ihm jeder Blick, den ſein Hauptmann unterweges auf irgend einen zur Seite der Straße aufſteigenden Baum warf, höchſt bedenklich vor; ja er war nahe daran, weg⸗ zulaufen, als er bemerkte, daß der Hauptmann nachſah, ob auf der Pfanne ſeines Piſtols Pulver ſei. Erſt als er ſich an der Brücke des Leithafluſſes, welcher die Gränz⸗ ſcheide beider Länder bildet, beurlaubt hatte, und ohne ſich umzuſehen ein paar Hundert Schritte feldeinwärts gelaufen war, holte er wieder regelmäßig Athem. Seine Gedanken drehten ſich auf dem Rückweg hauptſächlich um das alte Thema, daß mit großen Herren nicht gut Kirſchen zu eſſen ſei.Wer hätte gedacht, ſagte er zu ſich ſelbſt, daß dieſer ſtille, beſcheidene Knabe mich über⸗ liſten würde; er beſitzt einen Spiritus familiaris, das iſt ſicher Tſchapin hatte freilich keine Ahnung, worin dieſer Spiritus familiaris wirklich beſtand er beſitzt irgend einen übernatürlichen Beiſtand, eine geheime Kraft, mittelſt welcher er ſich beliebig in einen Cardinal oder Oberſten verwandeln kann. O, ich hätte ihn um ſein Geheimniß fragen ſollen; es wäre doch wirklich ſchön, wenn ich auch eines Tages als Hauptmann erwachte.