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ben, das mit dem erzherzoglichen Siegel verſehene an den Kaiſer, und ein zweites von Seite des Cardinals übergab. Anfangs meinte Tſchapin, es ſei das Todes⸗ urtheil, dann erinnerte er ſich aber doch, daß man dasſelbe dem Verbrecher nicht brevi manu zuzuſtellen pflegt; er würde vor Eiferſucht und Neugierde in den Boden geſunken ſein, wenn ihm nicht die Ordonnanz des Präſidenten ebenfalls ein verſiegeltes Schreiben eingehändigt hätte.„Aha,“ ſagte er ſich, ohne das Papier zu entfalten,„es ſcheint ſich hier um eine ganz ſtille Privathinrichtung zu handeln; im Grund iſt es auch beſſer, man bleibt dabei mehr Herr der ganzen Situation.“ Freiherr von Mollart hatte ſich nach Ueber⸗ reichung der beiden Briefe vor Eckart höflich verneigt und ihm glückliche Reiſe gewünſcht.„Iſt der Kerl ſatyriſch,“ ſagte Tſchapin, als Mollart die Thüre hin⸗ ter ſich geſchloſſen hatte;„wünſcht auch noch glückliche Reiſe, als ob es nicht an ſich ſchlimm genug wäre; aber laßt doch ſehen, was Ihr da habt.“ Tſchapin fragte nicht lange, ſondern verband mit dem Wort die That, und riß dem verkappten Freunde die Briefſchaft aus der Hand. Auf dem Briefe des Cardinals ſtand die Adreſſe:„An Se. des Herrn Hauptmann Ritter Johann Eckart zu Winkl.“ Tſchapin wandte den Brief hin und her und kam endlich zu dem Schluſſe, daß hier ein großer Irrthum ſtattfinden müſſe. Seinen


