Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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ken; mit dem Wein kam ihnen aber der Muth, ſo daß Jeder von ihnen zum Cid wurde, wenn er genug zu trinken hatte; ich habe Männer gekannt, die wie alte Weiber heulten, wenn es mit ihnen zum Galgen ging; das kam daher, weil ſie nüchtern waren, und ich habe Andere gekannt, die ſangen luſtige Lieder und riſſen auf der Galgenleiter noch Zoten, und das Alles, weil ſie zur rechten Zeit ein paar Gläſer guten Wein ge⸗ trunken; ich weiß Fälle, wo die ſpaniſche Gardunna, ein löbliches Inſtitut, nach dem Ihr Euch vergebens in dem ganzen Welttheil umſeht, die Koſten aus eige⸗ nen Mitteln beſtritt, nur um ihren Zöglingen zu einem ehrenvollen Ende zu verhelfen, darum trinkt, Junge, trinkt! Tſchapin hielt ſeinem jungen Cameraden ge⸗ rade die Flaſche unter die Naſe, als geklopft wurde. Hätte nicht gedacht, daß ſie ſo ſchnell kämen, ſagte der Bandit kopfſchüttelnd.Aber Ihr werdet ihnen doch ſagen, daß ich es bin, der Euch feſthielt?

Tſchapin hatte den Satz noch nicht vollendet, als der Präſident des Hofkriegsrathes, Stadtoberſt Hans von Mollart in's Zimmer trat. Tſchapin dachte:Die Schurkereien meines Freundes müſſen verteufelt wich⸗ tig ſein, daß ſich Seine Gnaden ſelbſt um ihn her⸗ bemüht. Seine Verwunderung ſtieg aber um ſo höher, als der Freiherr ſeinen Ruf:Da iſt dieſer Mann! ganz zu überhören ſchien, und Eckart die beiden Schrei⸗