Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

197

auszugeben, die Meſſen wird der Erzherzog leſen laſſen; dieſe Prinzen ſind ſo fromme Leute, daß ſie nie Je⸗ manden hinrichten laſſen ohne einige Hundert Meſſen. Nun wißt Ihr, wie Ihr es anzuſtellen habt, um meine gerechten Anſprüche, ohne Euch im Mindeſten bloszu⸗ ſtellen, befriedigen zu können.

Eckart, der nun aus dem Zuſammenhang von Tſchapin's Reden deutlich erkannte, daß weder Rauſch, noch überreizte Einbildungskraft aus ihm ſpreche, ſagte: Ihr ſeid ein Einfaltspinſel! und drehte ihm den Rücken.

So viel hatte ſich der junge Mann noch nie her⸗ ausgenommen; Tſchapin that ſich unſtreitig Gewalt an, indem er lächelte und den erhobenen Arm wieder ſinken ließ. Er dachte, die Todesfurcht hat den armen Kerl ganz verändert; wir wollen geiſtreich handeln, um den armen Schelm zurechtzubringen. Er trat an die Thür und rief mit einer wahren Löwenſtimme nach Wein; dann wandte er ſich an den jungen Menſchen, der mit der Ordnung einer kleinen Rechnung beſchäftigt ſchien, und ſagte:Laßt Euch das böſe Geſchick nicht anfech⸗ ten und holt Euch aus dem Ding da Troſt er deutete auf eine volle Flaſche, die ſo eben auf den Tiſch geſtellt worden war der Wein iſt ein kräftiger Tröſter und ich habe Leute gekannt, welche die erbärm⸗ lichſten Memmen waren, ſo lang ſie keinen Wein tran⸗