Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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verlaſſen, ein heimlicher Schleicher und Erzfeind unſers Hauſes.“

Eckart wagte es nicht eine Einwendung zu erheben, obwol es ihm ſonderbar vorkam, daß eine ſo fromme Frau wie Gräfin Khuen und eine ſo vortreffliche Nonne wie Schwe⸗ ſter Victoria an einem ſo ruchloſen Menſchen ſo warm hängen konnten, zugleich erinnerte er ſich der Ausdrücke

von Bewunderung, die er im Mund des Obriſten, des Vi⸗ cekanzlers Ulm und anderer Männer von Bedeutung ver⸗ nommen hatte. Eckart wollte von ſeinem Vater Abſchied nehmen; dieſer blieb aber mitten auf ſeinem Weg durch's Zimmer plötzlich ſtehen und fragte:„Wie haſt Du es aber nur angefangen, hier unter ſo vielen Menſchen, die Dich kennen, unbekannt zu bleiben?“

„Was das betrifft, ſo war nichts leichter. Da der Cardinal zu vermuthen ſchien, daß ſich dieſer Spitzbube von Tſchapin mit ſtaatsgefährlichen Plänen trüge, ſo ſuchte ich mich in ſein Vertrauen einzuſchleichen. Ich ſchlug den alten Landsknechtton an, wie ich ihn bei den Stauderiſchen Knechten kennen lernte, borgte ihm Geld und bezahlte für ihn die Zeche, lauter unfehlbare Mittel, Tſchapins Freundſchaft zu gewinnen. Ich brachte es ſo weit, daß der Wälſche keinen Schritt that, ohne mir davon zu ſagen. Ich mußte ihn überall hin begleiten, und heute noch hieher, wo er behauptete, daß ſich ein großer Herr darnach ſehne, ihn wieder zu ſehen.— Ich