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ſo mir nichts Dir nichts den mir anvertrauten Poſten verließe.
„Was willſt Du denn?—“
„Ja wenn mich der Cardinal ſelbſt dieſes unleidli⸗ chen Dienſtes— denn ich geſtehe gern, daß er unleidlich war, entließe, ich wollte Gott und Euch dafür danken.“
Der Erzherzog dachte eine Weile nach und verſetzte dann:„Du haſt Recht, es iſt ſo beſſer, der Cardinal ſoll Dich ſelbſt Deines Dienſtes, der nebenher geſagt, eine Beleidigung für mich enthält, entbinden.“
„Der Mann war doch ſo freundlich mit mir.“
„Du meinſt vielleicht aus Herzengüte?“
„Aus was für einem Grunde ſonſt?“
Der Deutſchmeiſter antwortete nicht, ſondern ging mit über den rückengeſchlagenen Händen in Zimmer auf und ab und murmelte:„Wir hätten den Jungen doch nicht ſo ohne alle Menſchenkenntniß aufwachſen laſſen ſollen.“ Dann ſagte er laut:„Der Cardinal iſt ein erbärmlicher Menſch.“
Dieſe Rede im Munde ſeines Vaters, des größten Be⸗ wunderers der Geiſtlichkeit, befremdeten den jungen Mann dergeſtalt, daß er erſtaunt ausrief:„Wie ein Cardinal ſollte trotz ſeiner prieſterlichen Würde ein ruchloſer Menſch ſein können?“
„Leider, leider, der Khleſl iſt es, kannſt Dich darauf


