empfehlen wollte und machte Miene, den Erzherzog ohne ein Wort der Erwiderung zu verlaſſen— es war dies die erſte Mißſtimmung ſeit zwanzig Jahren, die ſich zwiſchen Vater und Sohn fühlbar machte.— Der ſonſt ſo harte, unbeugſame Prinz war, wie ſchon be⸗ merkt, ein zärtlicher Vater. Er ließ daher den jungen Mann nicht die Klinke berühren, ſondern rief mit ſo veränderter, wunderbar freundlicher Stimme„Eckart!“ daß der Officier dem alten lieblichen Klang nicht wider⸗ ſtehen mochte und raſch umkehrte, er ſah nichts als die geöffneten Arme des Vaters und ſtürzte hinein— die Mißſtimmung hatte nicht lange gewährt.
Was der Erzherzog mit aller väterlicher Strenge nicht erpreßt haben würde, erzählte nun Eckart freiwil⸗ lig; er begann mit dem Auftrag des Cardinals, ſich als Hakenſchütze zu verkleiden und den Molartiſchen Knecht nicht aus den Augen zu laſſen, von deſſen Thun und Laſſen aber, ohne Jemand Andern in's Geheimniß zu ziehen, dem Cardinal perſönlich Bericht zu erſtat— ten. Er— Eckart— würde das Geheimniß fortan ſelbſt vor ſeinem durchlauchtigen Vater bewahrt haben, wenn er nicht in ihm das erſte Kriegshaupt der öſter⸗ reichiſchen Armada erkennen würde, dem nichts verſchwie⸗ gen werden dürfe. Er bitte ſeinen Vater des bisher beobachteten Geheimniſſes willen um Vergebung, ſei


