Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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Sohn war, ſo wußte er doch recht wohl, daß er rückſicht⸗ lich ſeines kindlichen Sinnes und der reinſten Abſicht vollkommen beruhigt ſein konnte. Wie aber Hauptmann Eckart zu ſo unpaſſender Gelegenheit und noch dazu im Gewand eines gemeinen Soldaten und als der Freund der ärgſten Gauners der ganzen Armee nach Preßburg kam, das war es, was der Erzherzog erfahren mußte.

May ſchloß eigenhändig die Thür, warf ſich augen⸗ ſcheinlich in beſſerer Laune als zuvor auf das Sopha und bedeutete dem Hauptmann, neben ihm Platz zu nehmen.

Nach einer ziemlich langen Pauſe ſagte endlich der Erzherzog im Tone eines liebreichen Vorwurfes: „Ich möchte wetten, Du biſt ſchon länger als vier und zwanzig Stunden in Presburg und haſt noch keinen Augenblick Zeit gefunden, Dich nach meinem Wohlſein zu erkundigen, ja ich habe alle Urſache zu glauben, daß Du ohne Vorſtellung und Beſuch aus dem Schloß weggegan⸗ gen wäreſt. Auf einmal that der Erzherzog, als wenn er die Soldatentracht Eckarts jetzt erſt bemerkte und rief aus: Du lieber Gott, was ſoll das heißen, mein Sohn in der Tracht eines gemeinen Soldaten; ſollte ihn der Oberſt Stauder durch ein Kriegsgericht haben degradiren laſſen?“

„Dieſe letzten Worte waren für das etwas ſtark zugeſpitzte Ehrgefühl des jungen Officiers etwas zu barſch, er legte die Hand an die Stirne, als ob er ſich