Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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Sein Camerad erklärte ſich, obſchon ihm eine ſolche Freigebigkeit Don Tſchapins abſonderlich ſeltſam vor⸗ kommen mußte, gern bereit den Beutel zu holen. Tſchapin winkte dem Kämmerer mit den Augen und ſetzte ſehr mit ſich ſelbſt befriedigt ſeinen Weg fort, Herr von Stadion eilte dagegen zurück, um ſeinen Herrn auf die Ankunft des Hakenſchützen vorzubereiten. Als der Haken⸗ ſchütz in das Vorgemach trat, wo ſich die Herren Wolken⸗ ſtein und Stadion, der erhaltenen Ordre gemäß auf⸗ hielten, und an den beiden Kammerherren vorüberſchritt, übergoß ſein Angeſicht eine dunkle Röthe, während die beiden Kammerherren ſich unwillkürlich tief verbeugten. In demſelben Augenblick öffnete ſich die Thüre, der Erzherzog näherte ſich dem vermeintlichen Spion. Er ſtand eben im Begriff, den Fremden durch das olym⸗ piſche Schütteln der dunklen Brauen einzuſchüchtern, als er in das offene Antlitz des jungen Schützen blickte und

darin die Geſichtszüge ſeines Sohnes erkannte. Der

Erzherzog wich, wie vor einem Geſpenſt, einige Schritte zurück und konnte ſich erſt dann von der Wirklichkeit voll⸗ kommen überzeugen, als Eckart treuherzig die väterliche Hand faßte und mit kindlicher Ehrfurcht küßte.

Der Erzherzog kannte ſeinen Sohn zu wohl, als daß der ſo argwöhniſche Mann nur den leiſeſten Ver⸗ dacht gegen Eckart gefaßt hätte. So unangenehm auch dem Erzherzog die wunderſame Begegnung mit ſeinem