Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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„So frei als nur ein Menſch ſein kann.“

„Aber ich beſitze nichts, wovon ich leben kann.“

„Ihr werdet den Cardinal beerben.“

Aber der ſoll ja ſo reich ſein, wie der König von Lydien.“

„Der Cardinal wird Euch wohl nur ein beſcheidenes Legat von ein Paar tauſend Gulden ausgeſetzt haben.“

„Das iſt mehr, als ich je hoffen durfte.“)

„Und ich ſage Euch, daß der Cardinal wirklich an Euch gedacht hat.“

„Gut, ich habe Luſt, die Erbſchaft bald anzutreten.“

„Das iſt Eure Sache, ſo wie es die meine war, Euch mit dem Legat des frommen Mannes bekannt zu machen.“

„Und wann glaubt Eure Durchlaucht, daß der Car⸗ dinal ſterben könnte?“

„Der berühmte Aſtronom Tycho Brahe ſoll in ſei⸗ ner Nativitätsſtellung gefunden haben, daß den Biſchö⸗ fen von Wien die Erſten jedes Monats verhängnißvoll ſeien. Jetzt aber geht, ich habe nicht Zeit über ſolche Dinge zu ſchwatzen.“

Als ſich Tſchapin noch immer nicht von der Stelle rührte, fragte der Erzherzog uach einer kleinen Panſe im rauhen Tone:„Iſt es noch nicht genug?“

Tſchapin aber ſagte demüthig:„Ich bin überzeugt, daß Herr Tycho de Brahe recht behielte, wenn ſich nicht

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