Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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ten Eckels ab und ſagte, ohne den Wicht ferner eines Blickes zu würdigen:„Ihr wißt wohl, daß jedes ein⸗ zelue Eurer vielen Verbrechen d den Galgen verdient hätte, und daß es mich nur einen Wink koſtete, Euch auf der Stelle hängen zu laſſen?“

Don Tſchapin heulte noch immer auf den Knien liegend:„Barmherzigkeit, durchlauchtigſter Herr! Nur dies eine Mal noch Barmherzigkeit!“

Der Prinz ſprach nach einer Pauſe, die Tſchapin eine Ewigkeit deuchte:„Nunwohl, ich will barmherzig ſein, aber Ihr müßt meine Barmherzigkeit verdienen.“

„Ich will nach Jeruſalem wallfahrten.“

„Das könnt Ihr meinetwegen, aber erſt, wenn der Cardinal todt iſt.“

Tſchapin wiederholte inſtinctmäßig:„Wenn der Cardinal todt iſt.“

„Ja, dann könnt Ihr, wenn es Euch gefällt, Kar⸗ thäuſer werden, ich habe nichts dagegen, ſo lange aber Se. Eminenz lebt, tragt Ihr ſtets den Strick um den Hals— Ihr verſteht doch?⸗

Dieſe Worte bewirkten eine ſeltſame Veränderung in dem Aeußeren des jammervollen Menſchen; er ſprang auf, ſeine Augen leuchteten, wie die des Raubthieres, Tſchapin hatte die ehemalige Sicherheit wieder gefunden. Er ſagte mit erhobener Stimme:„Und wenn der Car⸗ dinal todt iſt, bin ich frei?“