Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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Der Camerad des Mannes, welcher ſich ſoeben zum Erzherzog begab, blieb in der Burg und richtete ſeine Schritte nach der Wohnung des Cardinals. Hören wir aber, ehe wir dem jüngeren Soldaten folgen, was ſein älterer Camerad bei dem Erzherzog zu thun hatte. Erz⸗ herzog Max ſaß oder lag vielmehr auf einem perſiſchen Divan; ſeine Stirne war ſorgenvoller als je, er hielt ein Papier in der Hand und ſchien über den Inhalt desſelben zu brüten. Das Papier enthielt die erſte Nach⸗ richt von dem berühmten Prager Fenſterſturz. Die Böhmen hatten das erſte Zeichen zur Revolution gegeben. Für Max war es gewiſſermaßen ein Freudenzeichen, wenn man freie Hand behielt, mit den Rebellen auf gut Spaniſch vorzugehen, aber ein Zeichen des ſichern Untergangs, falls der friedfertige Cardinal an der Spitze der Ge⸗ ſchäfte blieb. Daß dieſer Fenſterſturz das Signal eines dreißigjährigen, verderblichen Krieges ſein könne, kam dem Erzherzog ſo wenig wie jemand Anderm in den Sinn.

Als Stadion den Soldaten meldete, ſagte der Erz⸗ herzog, ohne von dem Papier aufzublicken:„Er mag eintreten.“ Eine Minute ſpäter ſtand der Hakenſchütze vor dem Erzherzog.

Max ſah auf und unterzog den Soldaten einer langen und ſtrengen Muſterung; wiederholt glitt ſein Blick über die nichts weniger als angenehmen Züge des