Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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auf den Namen opfern? Die das wollen, kennen den alten Khleſl ſchlecht. Ich bin ein ehrlicher deutſcher Mann und verſtehe mich nicht auf die wälſchen Künſte, und ſomit Gott befohlen.“

Dieſen Brief erhielt Erzherzog Max, einem eigen⸗ händigen Schreiben Trautſons beigeſchloſſen, drei Tage ſpäter. In Trautſons Brief hieß es lakoniſch, daß Se. Majeſtät, die erſt ſo bereitwillig geſchienen habe, Sr. Durchlaucht das Generalat des Königreiches Böhmen zu verleihen, plötzlich anderen Sinnes geworden und ihm geſagt habe, von einer Aenderung in Böhmen könne bei ſo gefährlichen Zeiten, da die Proteſtanten täglich ſchwie⸗ riger würden, keine Rede ſein.

Den Tag nach Empfang dieſes Schreibens zeigte ſich im Vorgemach des Erzherzogs ein Hakenſchütze von des Mollart Bande, ein alter verwitterter Burſche von olivengrüner Geſichtsfarbe, mit ſtruppigem Haupthaar, verſchmitzten Zügen und einer breiten Narbe unter dem linken Auge. Der Mann behauptete gegen den dienſt⸗ thuenden Kämmerer Freiherrn von Stadion, daß ihm Mollart ſelbſt befohlen habe, nach dem Schloß zu kom⸗ men. Ein anderer Hakenſchütze, derſelbe, der ſich in Wien auf den gleichen Wagen mit ihm geſetzt hatte, war mit dem Olivengrünen eingetreten und hatte ſeinen Came⸗ raden erſt verlaſſen, als Stadion zurückgekehrt war und den Soldaten ihm folgen hieß.