Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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Bitte ſeines Bruders, des Erzherzogs Max gewähren ſolle oder nicht. Max hatte als Lohn für ſeine Be⸗ mühungen am Landtag die Statthalterſchaft von Böh⸗ men begehrt. Alſogleich ſetzte ſich der Cardinal hin, befahl dem Courier zu warten und ſchrieb:„Wenn erſt Erzherzog Ferdinand König von Ungarn und Böh⸗ men, und Se. Durchlaucht der Deutſchmeiſter deſſen Statthalter iſt, dann rathe ich Euer Majeſtät, ſich bald um eine Anſtellung bei Herrn von Weſternach oder Eggenberg umzuſehen. Man ſagt, der Eggenberg ſei ein freigebiger Herr; wenn das wahr iſt, kann es Eurer Majeſtät in ſolchem Dienſt nicht fehlen. Bitte nur, mich bei Zeiten wiſſen zu laſſen, wann dieſe Verän⸗ derung vor ſich gehen wird, da ich bei meinem Alter mich in den neuen Dienſt nicht wohl ſchicken möchte. Mit der Bitte zu Gott, daß er Eure Majeſtät erleuch⸗ ten und gegen die rebelliſchen Gelüſte der eigenen Blutsverwandten das Herz ſtärken wolle, verbleibe ich Ihr alter und in Ehren grau gewordener Khleſl, der nicht erwartet hätte, daß es ſo weit kommen würde.“

In der Nachſchrift hieß es einfach:„Mit dem Brief in's Feuer.“ Gleich nach Beendigung dieſes Schreibens begann er einen anderen Brief, den er an Sixt Trautſon, von dem er wohl wußte, daß er der Gegenpartei angehörte, richtete. Der Inhalt dieſer Zu⸗ ſchrift war nichts als eine lange, mit zahlreichen Cita⸗