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die königliche Genehmigung ſeiner Wahl zum Palatin in ſehr ſchönen Buchſtaben auf Pergament gefunden haben.
Bis zu dieſem Moment gingen die beiden Kirchen⸗ fürſten Khleſl und Paczmann Hand in Hand; von dem Tag an, da die Wahl Ferdinand's eine beſchloſſene Sache war, trennten ſie ſich; Khleſl, um den Vollzug der Wahl zu hintertreiben oder möglichſt weit hinaus⸗ zuſchieben, und der Primas, um die Krönung ſo viel als thunlich zu beſchleunigen.
Khleſl ließ den öſterreichiſchen Abgeordneten der Stände wiſſen, daß er ihrem Aufenthalt in Presburg nichts in den Weg zu legen denke, und gewährte ſelbſt dem Doctor Jeſſenius eine Audienz, die er freilich ſpäter für eine ärztliche Conſultation ausgab. Die freundliche Art, mit welcher der öſterreichiſche Cardinal die Unzu⸗ friedenen behandelte, beſtärkte die Stände in ihrem Un⸗ ternehmen und verſetzte die Partei Ferdinands in Wuth. Dieſelbe wurde noch durch einen ſonderbaren Zwiſchen⸗ fall geſteigert. Der Cardinal ſaß ruhig an ſeinem Schreibpult und arbeitete eine Rede aus, die dazu be⸗ ſtimmt war, die Hebung der Gravamina der Ungarn, und ſomit auch die Krönung in endloſe Ferne zu rücken, als ein Courier des Kaiſers gemeldet wurde; der Cou⸗ rier übergab dem Cardinal einen Brief ſeines Herrn, in welchem Mathias Khleſl's Rath erbat, ob er die


