Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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was iſt natürlicher, als daß Ihr dem älteren Beſchützer mehr anhängt als dem neuen? Der Erzherzog iſt Sol⸗ dat, ich bin höchſtens ein Streiter Chriſti mit dem geiſtlichen Wort, aber kein Krieger, gewiß nicht; was iſt natürlicher, als daß Ihr Euch zu dem Soldaten inniger hingezogen fühlt, als zu einem alten Prieſter? Ich muß daher erwarten, daß Ihr mein Geheimniß einem ſo mächtigen Mann, wie der Erzherzog iſt, mit⸗ theilen werdet, und dieſe Gefahr wäre ich bei einem Anderen nicht gelaufen.“

Eckart beeilte ſich, den Argwohn des Cardinals zu beſchwichtigen. Er beſchwor denſelben, ihn doch kei⸗ ner ſolchen Chrloſigkeit fähig zu halten und zu glauben, daß er lieber ſterben, als ein Dienſtgeheimniß ver⸗ rathen würde.

Khleſl gab ſich den Schein, als ob er überzeugt wäre und verließ, nachdem er Eckart die Hand zum Kuß gereicht hatte, die Stube.

Im Fortgehen ſagte er ſich:„Iſt der Junge ein Einfaltspinſel erſter Claſſe! meint, wenn ich Argwohn hätte, würde ich ihm kraft ſeiner Schwüre trauen. Ichfürchte vielmehr das Gegentheil, daß der Burſche zu ehrlich iſt und ſeinem Herrn Papa den Sachverhalt wirklich verſchweigt. In letzterem Falle komme ich um die ganze Frucht meines ſo muſterhaft angelegten Planes. Der Erzherzog wird nicht auf den Gedanken fallen, daß

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