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ſeine mir höchſt wahrſcheinliche Mordabſicht entdeckt iſt, er wird daher nicht Gegenbefehl ertheilen: er wird folglich auch keinen Verſuch der Ausſöhnung anſtellen, und was das Schlimmſte iſt, dem Mörder freien Lauf laſſen, ſo daß es in der That von der Wachſamkeit des guten Burſchen abhängt, ob ich wie eine Lerche ge⸗ ſpießt, oder wie ein Haſe geſchoſſen oder gerettet wer⸗ den ſoll.— Aber nein, wo denk' ich hin! warum ſollte der Sohn dieſes heimtückiſchen Max beſſer ſein als der
Vater? Warum ſollte er, den der Erzhexzog mit ſolcher
Zärtlichkeit liebt, vor dem erlauchten Vater ein Geheim⸗ niß haben? Und hat er es, und iſt er redlicher, als ich glaube, um ſo ſchlimmer für ihn Er wird es ihn entgelten laſſen. Die Folge kann ein Zwiſt, ein Streit zwiſchen Vater und Sohn, ein Familienunglück ſein. Euer Liebden ſehen, daß Sie der alte Khleſl bei Ihrer ſchwäch⸗ ſten Seite zu faſſen weiß.“
So für ſich hin redend war der Cardinal wieder an der Glasthür angelangt. Die beſpannten Packwagen ſtanden noch immer von Zuſehern umringt im Hofraum, die goldverzierte Kutſche hielt noch immer unterm Thor, die rothnaſige Hökerin, der Seſſelträger und der lange Officier gafften noch immer die Glasthür an, da ſchlug es zehn Uhr. Der Cardinal blickte um; hinter ihm ſtieg der Erzherzog Deutſchmeiſter Arm in Arm mit König Ferdinand die Stufen herab. Die Kämmerer Graf Athems


