Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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brauche Ihnen Verſchwiegenheit ich nochmals a anzuem⸗ pfehlen; Alles hängt davon ab, daß Ihre Sendung geheim bleibt. Ich habe gehört, daß Sie ein braver Junge ſeien, und ſo habe ich Ihnen vertrauen wollen rechtfertig gen Sie meine Geſinnung.“ 3

Der junge Mann war ſeelenvergnügt und wußte nicht genug Ausdrücke ſeines Dankgefühles zu finden. Sein gutes Herz ſagte ihm indeß, daß Derjenige, der ihn dem Cardinal anempfohlen, den erſten Dank ver⸗ diene. Er fragte deshalb:„Um Verzeihung, wem ſchulde ich aber die Aufmerkſamkeit Eurer Eminenz?“

„Mein Gott! wem anders als meinem alten Freund Hans Molart? Aber ſagt ihm nichts davon, er kann das nicht leiden, und würde nie wieder für Jemand ein Wort einlegen, wenn er erführe, daß ich es Euch geſagt habe.“

„Wie ugeigenmitiat.

„Oh. Oh!“ rief der Cardinal in ſo ſchrillem Tone, daß der Hauptmann faſt erſchrack.

„Wie heißt Ihr, mein Lieber?“ fuhr Khleſl fort, willens, den jungen Mann vollends auf die Probe zu ſtellen.

„Johann Eckart, zu dienen,“ entgegnete der Junker.

„Und ſeid?“

„Aus Tirol, Eminenz.“

„Und Eure Eltern?“

Haas: Der alte Cardinal. II. 11