Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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ten des Deutſchmeiſters waren in dem Angeſicht des Jüng⸗ lings gemildert. Dazu kamen die lichten Augen und roſigen Wangen der Frau von Roſenberg. Khleſl war bei dem Anblick des jungen Menſchen und der ſprechenden Aehn⸗ lichkeit, die ſich ihm darbot, ſo betroffen, daß er einen Augen⸗ blick lang nichtreden konnte und doch wußte der Cardinal recht gut, wen er im Vorſaal des Kaiſers treffen würde. Als er ſich wieder gefaßt hatte, ſagte er, indem er ſich ſtellte, nicht zu wiſſen, wen er vor ſich habe:„Hauptmann, ich habe für Sie einen Auftrag, der eben ſo viele Verſchwiegenheit als Tact erfordert, darum betraue ich Sie damit. Kennt Sie der Soldat dort unten am Packwagen, oder kennen Sie ihn?— bei dieſen Worten zeigte er dem Officier durch das Fenſter den ehrenwerthen Don Tſchapin.—

Der Hauptmann ſchüttelte den Kopf.

„Um ſo beſſer, Sie werden ſich in die Uniform eines gemeinen Fußknechtes von des Molarts Leuten ſtecken und den Hakenſchützen, den Sie auf dem Pack⸗ wagen Nr. 3 ſitzen ſehen, nicht aus den Augen laſſen. Sie werden mir über jede Bewegung und jeden Gang dieſes Mannes Bericht erſtatten, ohne ihn jedoch an irgend etwas zu hindern. An was immer, verſtehen Sie mich wohl, wenn Sie zum Beiſpiel bemerken ſoll⸗ ten, daß der Mann mit einem Anſchlag auf irgend ein Menſchenleben ſchwanger geht, ſo werden Sie es pflicht⸗ ſchuldigſt melden, ihn aber in keiner Weiſe ſtören. Ich